Ommersheimer Märchen 2017-08-17T21:53:00+00:00

Ommersheimer Märchen

von Stefan Nieser

Mit der Märchensammlung „Ommersheimer Märchen“ verbindet Stefan Nieser historische Ereignisse und markante Orte von Ommersheim mit der phantastischen Welt der Hexen, Trolle und Magie und erschafft dadurch eine eigene Ommersheimer Märchenwelt.

Ommersheim – wie es entstand

Lesen Sie das erste Märchen „Ommersheim – wie es entstand“.

Ommersheim – wie es entstand

Das erste Märchen „Ommersheim – wie es entstand“ Hier gelangen Sie zur Geschichte.

Weitere Märchen

Die Sammlung aller Märchen wird in Kürze verfügbar sein. Der Erlös aus dem Verkauf geht komplett an den Ommersheimer Kindergarten.

ISBN: 978-3-944527-15-4

Preis: 10 €

Insgesamt sind hierbei weitere sieben Märchen entstanden:

Ommersheimer Weiher und die Feen

Ommersheimer Weiher und die Feen

Jahre nach dem Kampf zwischen Otmar und der Sumpfhexe geschah es, dass ein Müller auf dem Weg von Saarbrücken die Abkürzung vorbei am Sumpf in Otmarsheim, dem heutigen Ommersheimer Weiher, wählte. Dort begegnete er den Feen, mit welchen er einen lustigen Abend verbrachte. Des Nachts, der Müller schlief schon fest, wurde er von lautem Lärm geweckt und sah mit Erschrecken, dass ein wilder Eber die Feenburg auf der Sumpfinsel zerstörte. Mutig vertrieb der Müller den Eber und als Belohnung bekam er von den Feen ein wertvolles Geschenk.

Die Rache der Sumpfhexe

Die Rache der Sumpfhexe

Es war zu der Zeit, als die Siedlung Otmarsheim im Wachsen begriffen war. Sowohl die Sumpfhexe als auch die Feen waren aus dem Sumpf vertrieben. Gerüchten zufolge sollten im Sumpf nur noch die letzte Dienerin der Sumpfhexe, eine Riesenschlange, wie auch der wilde Eber beharrlich auf die Rückkehr der Sumpfhexe warten. Zu jener Zeit wurde Otmar, der Gründer von Otmarsheim, von dem jungen Druiden Marcos besucht, welcher ihn überzeugte, dass er und sein Sohn mit ihm zusammen gegen die zurückgekehrte Hexe in den Kampf ziehen sollten. Nach einem langen und schwierigen Kampf, mit Unterstützung der Grünen Lady, konnten die drei Helden siegen. Die Grüne Lady bedankte sich bei den Kämpfern auf ihre ganz eigene Weise, was den Sieg für die Helden umso schöner machte.

Das verfluchte Hunnengold

Das verfluchte Hunnengold

In einem verschollenen Hunnengrab, so wird berichtet, soll der Hunnenkönig Attila mit einem Goldschatz, der mit einem Fluch belastet sein soll, begraben sein. Dieses Grab, so die Legende, soll im Bettelwald im heutigen Ommersheim zu finden sein. Vor langer Zeit zog der Händler Francesco mit seinem Gehilfen Josef und einem Ochsengespann durch den Bettelwald. Josef entdeckte beim Holzsammeln Attilas Grab und auch den Goldschatz. Gemeinsam mit Francesco barg er den Goldschatz. Doch der Kaufmann betrog seinen Gehilfen um seinen gerechten Anteil und zog mit dem Gold von dannen. Alsbald holte ihn der Fluch des Goldes in Gestalt des Drachen Ziron ein und besiegelte Francescos Schicksal. Aber auch Ziron wurde mit dem Schatz nicht glücklich. Schwer verletzt durch den Kampf mit dem Kaufmann und geschwächt durch sein hohes Alter, konnte er nur mit letzter Kraft seinen Hort in den Sandsteinhöhlen in Homburg erreichen, wo sich auch für ihn der Fluch des Schatzes erfüllte.

Die Windgeister und der Ziegenjunge Andreas

Die Windgeister und der Ziegenjunge Andreas

Otmarsheim hatte über die Jahre viele neue Bauern und Handwerker angezogen und das kleine Örtchen wuchs beständig. Zu dieser Zeit lebte ein Ziegenjunge mit Namen Andreas im Ort, welcher die Ziegen auf den umliegenden Wiesen hütete. Der Junge war von seiner Statur eher klein und liebte es, alleine mit sich und seinen Ziegen auf den weiten Wiesen umherzuziehen. Eines Tages besuchte ihn die Grüne Lady und schenkte ihm eine Holzflöte. Erst später merkte Andreas, dass er mit dieser Flöte den Wind rufen und mit ihm sprechen konnte. Immer besser lernte er die Windgeister kennen und erlebte manch Abenteuer mit ihnen. Andreas wurde mit den Jahren älter und fand seine letzte Ruhestätte dort, wo er am liebsten mit den Windgeistern spielte. Auch heute noch sind an diesem Ort die Windgeister sehr aktiv und ein Andreaskreuz kennzeichnet diesen Ort für alle Eingeweihten.

Die Rapplochhexen

Die Rapplochhexen

In der Gemarkung zwischen Otmarsheim und Dalheim (heute Ommersheim und Heckendalheim) lebten in den frühen Tagen beider Orte in einer kleinen Hütte drei Schwestern, die so alt waren, dass selbst im Ort keiner mehr wusste, wann sie geboren worden waren. So manch ungeklärte Schandtat wurde ihnen zugeschrieben, doch wollte keiner die Hexen aus der Talsenke vertreiben. Dies änderte sich, als die Hexen eines Nachts ein Baby aus einem Planwagen stehlen wollten. Die aufgebrachten Bürger holten sich aus dem entfernten Nußbach Hilfe und traten zum Kampf gegen die Hexen an. Nach einem harten Gefecht gelang es dem Nußbacher Priester, die Hexen in einen mitgebrachten Rapplochstein zu bannen. Der Stein wurde danach im Talgrund begraben und gab der Talsenke ihren heutigen Namen.

 

Der Bäcker und die Wassernixe

Der Bäcker und die Wassernixe

Drei Winter sind vergangen, seit die Rapplochhexen in den Stein verbannt wurden, und nur noch gelegentliches Gejammer in windigen und nebligen Nächten erinnert daran, dass sie zwischen Otmarsheim und Dalheim ihr Unwesen getrieben hatten. Der Bäckerssohn Ralph war von Otmarsheim auf dem Weg nach Saarbrücken, als er am Ommersheimer Wasserfall im Mondlicht eine Wassernixe sah. Nach einigen Versuchen gelang es ihm, die Nixe mit Namen Annabell näher kennenzulernen. Es stellte sich heraus, dass Annabell von den Rapplochhexen verzaubert worden war und nur durch die Bewältigung dreier Aufgaben aus ihrem nassen Gefängnis befreit werden konnte. Ralph schaffte es mit viel Mühe, die Aufgaben zu bewältigen und führte zu guter Letzt seine Nixe zum Altar.

 

Jeremias und der Feuerdämon

Jeremias und der Feuerdämon

Zwei Jahrhunderte waren vergangen, seit Otmar seine Heimstadt gegründet hatte. Man schrieb das Jahr 1105 und aus Otmarsheim war schon lange Ommersheim geworden, als die Bewohner des Dorfes beschlossen, eine richtige Kirche zu bauen. An dem Bau beteiligte sich auch Jeremias, ein Schreinerlehrling von ca. zehn Jahren, der als Waise bei seinem Meister wohnte. Zum Ende des Baus der Kirche reiste der neue Priester Vincento an, welcher schnell mit dem Jungen Freundschaft schloss. Jeremias lernte bei dem Geistlichen lesen und schreiben, und als ihm eine verbotene Schriftrolle in die Hände fiel, beschwor er einen gefährlichen Feuerdämon. Vincento kämpfte gegen den Dämon und um das Leben des Jungen. Letztendlich wurde der Dämon von einem herabfallenden Kreuz erschlagen und in seine Welt zurückgeschickt. Jeremias überlebte, wenn auch nur knapp, die Heimsuchung des Dämons.

 

Über den Autor

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Stefan Nieser

Stefan Nieser wurde im April 1967 in Bischmisheim geboren und fand, nach einigen Umwegen, 1997 in Ommersheim seine neue Heimat. Von jeher ist er der Literatur und der Kunst verbunden und drückt dies in seinen Geschichten und Acrylbildern auf immer wieder neue Art aus. Seine besonders innige Beziehung zu Ommersheim fand erstmals Ausdruck im Ommersheimer Karnevalsverein „Die Sackschisser“, für welchen er unter anderem die Sackschisser Hymne oder auch die Geschichte des Sackschissers als Märchen geschrieben hat und fanden ihren Fortgang in dem nun vorgestellten Märchenbuch.