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Bekanntmachungsblatt Nr. 41

Carolin Usner-Reinhard, Ortsvorsteherin Sonntag, 4. Oktober 2026 von Carolin Usner-Reinhard, Ortsvorsteherin

Bekanntmachungsblatt Nr. 41

Treffen zur weiteren Vorgehensweise Dorffest

Wie schon einmal bekannt gegeben, wird an der Gemeinschaftsschule Mandelbachtal ein Neubau entstehen. Dieser erstreckt sich unterhalb des Schulhofes der ehemaligen Grundschule bis zum Gässchen (früherer "Blumenweg"). Der Schulhof wird zudem als Baulager fungieren und ist deshalb während der gesamten Bauphase nicht nutzbar. Die Bauzeit wird aktuell mit drei Jahren angegeben. 

Dies betrifft auch unser Dorffest, denn dort hat seit Beginn an der Musikverein seinen Fallschirm aufgeschlagen, seit einigen Jahren teilt er sich den Platz mit der Chorgemeinschaft.

Für mich ist es keine Option, die Stände in dieser Zeit einfach wegfallen zu lassen, denn das würde das Angebot, und damit die Attraktivität, an unserem Dorffest merklich schmälern. Und nicht zuletzt bedeutet es auch für die betroffenen Vereine den Wegbruch dringend benötigter Einnahmen, um den Vereinsbetrieb zu stemmen.

Unser Fest hatte nach der Umstellung in den vergangenen Jahren wieder eine gewisse Heimeligkeit bekommen, weil große Lücken durch ein leicht geändertes Konzept geschlossen werden konnten, nun gilt es einmal mehr auf die neue Situation zu reagieren.

Es gilt die verschiedenen Möglichkeiten abzuwägen und eine für alle gut vertretbare Übergangslösung zu finden. Daher lade ich herzlich zu einer gemeinsamen Besprechung aller Dorffestteilnehmer am Donnerstag, den 15.10.2026 um 18.30 Uhr in den Vereinsraum ein. 

Ich bin mir sicher, dass wir das aber hinbekommen, die Kerweredd hats schon richtig festgestellt: "Es werd sich schunn ebbes erginn - ihr werre schunn siehn

Mir wäre nit Ummaschumm - gräte ma das nit hiehn".

 

Jugendclub Ommersheim

Unser Jugendclub Ommersheim besteht nun seit dem Jahr 2012 und hat seine Räumlichkeiten seit Beginn im Keller der ehemaligen Grundschule Ommersheim eingerichtet, die heute Teil der Gemeinschaftsschule Mandelbachtal des Saarpfalzkreises ist.
In einem gemeinschaftlichen Projekt zwischen Gemeinde und Kreis wurden damals, noch vertreten durch den Bürgermeister Herbert Keßler und Landrat Clemens Lindemann, nach langem Suchen diese Räume saniert und dem Jugendclub zur Verfügung gestellt.

Davor haben Generationen von Jugendlichen vergeblich versucht einen Jugendclub zu gründen, es mangelte allerdings immer an einem Treffpunkt. Und so war Ommersheim über Jahrzehnte einer von wenigen Orten in Mandelbachtal, in dem es keinen Jugendclub gegeben hat. 

Heute, auch noch nach 14 Jahren, ist der selbstverwaltete Jugendclub ein fester Treffpunkt für unsere Ommersheimer Jugendlichen und ich bin froh, dass der Club auch die beschwerlichen Coronajahre überstanden hat. Er ist fester Bestandteil der Dorfgemeinschaft, beteiligt sich am Weihnachtsmarkt, Dorffest und der Kerb. 

Oft ist der Jugendclub auch die erste Institution, in der Jugendliche ehrenamtlich Verantwortung übernehmen, und so sind viele ehemalige Clubmitglieder heute die, die auch in Vereinen, in der Feuerwehr und co. Verantwortung übernehmen. Dieses Engagement ist für unseren dörflichen Zusammenhalt und das gesellschaftliche Miteinander immens wichtig. 

Zur Jugend gehört, und das wissen wir alle, auch das Feiern. Und ja, sicherlich wird es auch mal lauter. Ob der zentralen Lage mitten im Dorf kommt es so auch immer wieder zu Reibepunkten mit der Nachbarschaft, mittlerweile werden, so mein letzter Kenntnisstand, auch Teile der Anrainerschaft juristisch vertreten.

Gleichwohl äußern wiederum andere Anwohner ein gänzlich anderes Empfinden und erläutern, sich von den Aktivitäten des Clubs nicht gestört zu fühlen.
Mir steht es indes aber nicht zu, hier über die verschiedenen Einschätzungen zu urteilen. 
Bezüglich der Beschwerden stehe ich zusammen mit den Jugendlichen aber im engen Austausch mit der Dachorganisation der selbstverwalteten Jugendzentren, Juz United, und dem Kreisjugendpfleger.

Zusammen haben wir schon viele Möglichkeiten besprochen, bis hin zum Wegzug des Clubs in andere Räumlichkeiten. Dafür gibt es aktuell aber keinerlei Möglichkeiten. 

Ebenso wurde die Möglichkeit des Einbaus neuer, schallisolierender Fenster beim Gebäudeeigner thematisiert. Dies ist aber mittelfristig in einer Gesamtmaßnahme für das komplette Schulhaus vorgesehen und wird daher für einige weniger Fenster nicht vorgezogen. 

Andere Lösungen, wie etwa das Ausstopfen der Fenster mit Schaumstoff oder das dauerhafte Schließen der Tür zum Außenbereich ist aus brandschutztechnischen Gründen (Stichwort: Fluchttür) nicht möglich. 

Zuletzt wurde der Club nun über Wochen geschlossen gehalten, um keine weiteren Ansatzpunkte für Beschwerden zu produzieren. Die Schlüssel wurden von mir aufbewahrt. Aber das kann letztlich keine Lösung sein. 

Ich kann wirklich die Argumente von beiden Seiten nachvollziehen, den Wunsch der Jugendlichen nach ausgelassenen Feiern, genauso wie den Wunsch der Nachbarschaft.

Aktuell haben wir vereinbart, dass der Club nun wieder öffnet, aber, die Kerb ausgeschlossen, bis Weihnachten keine Partys mehr stattfinden, sondern der Club lediglich dienstags und mittwochs zu "Clubabenden" von 19.00 Uhr bis 22.00 Uhr geöffnet sein wird. 

Gleichwohl bitte ich wiederum aber alle Seiten um gegenseitiges Verständnis und darum, nicht ausschließlich Absolutpositionen zu beziehen. Die Jugendlichen sind sich ihrer Verantwortung bewusst und arbeiten aktiv mit. Dies dürfen sie dann aber auch von ihrem gegenüber erwarten. 

Absolute Ruhe gäbe es nur, wenn der Club weicht. Dies kann aber letztlich auch in niemandes Sinne sein, denn dies käme mangels anderer Möglichkeiten, aktuell einem Ende des Clubs gleich. 

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