Ommersheimer Brunnen

- Gangelbrunnen Ommersheimer Weiher

- Dorfbrunnen in der Saarpfalzstraße

- Dorfbrunnen in der Jahnstraße

- Pater-Friedrich-Brunnen im Obertal

- Aschaffenburger Brunnen im Obertal

- Preiser Brunnen im Obertal

- Schneckenbrunnen im Obertal

Pater-Friedrich Brunnen im Obertal

Vor 330 Jahren - Pater Friedrich Stortz wird Seelsorger in Ommersheim

Eine Straße und ein Brunnen erinnern heute an Pater Friedrich Stortz, der vor 330 Jahren Seelsorger in unserem Heimatdorf wurde.

In mehreren Publikationen gibt es Hinweise zu dem aus Echternach in Luxemburg stammenden Seelsorger. Auszüge aus drei Beiträgen bringen uns das Leben und Wirken dieses Mannes näher.

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Zunächst findet sich in der Festschrift „50-jähriges Sängerjubiläum des Männergesangvereins Ommersheim“ aus dem Jahr 1955 nachfolgender Beitrag von Oberregierungs- und Schulrat Otto Hofmann:

„Am 22. Januar 1687 wird der Pater Friedrich Stortz aus dem Kloster Wadgassen zum Pfarrer bestellt. Zu seinem Pfarrsprengel gehören außer Ommersheim, Heckendalheim und Oberwürzbach die Dörfer St. Ingbert, Spiesen, Rohrbach, Hassel, Erfweiler und Ormesheim. Er errichtete neu die Pfarrei St. Ingbert. 40 Jahre lang war er Pfarrer von Ommersheim. Sein Andenken lebt weiter in dem Pater-Friedrich-Brunnen im Ommersheimer Obertal, der Quelle, die heute die Pumpenstation des Wasserwerkes Ommersheim speist.“

In den Aufzeichnungen von Professor Robert Hartz im Band 1 seiner „Genealogie der saarländischen Sippe Hartz“ aus dem Jahr 1980 ist zum Lebensweg des Geistlichen nachzulesen:

„Die Geburt von Friedrich Stortz am 3. November 1660 wurde im Archiv der Diözese Trier gefunden. Er studierte ab 1680 im Prämonstratenserkloster Wadgassen, das 1120 von dem Heiligen Norbert gegründet wurde. Dieser Predigerorden folgte den Regeln des Heiligen Augustin. Wadgassen versorgte die Ortschaften der Umgegend mit Pfarrherren. Nach Beendigung seines Studiums kam Friedrich zuerst nach Geisweiler (1686). Am 1. März 1687 wurde er nach Ommersheim als „pastor et lector“ ernannt. Dort versah er sein Amt bis 1727. Seine zwei letzten Lebensjahre verbrachte er wiederum in Wadgassen, wo er am 18. Juni 1729 im Alter von 68 Jahren starb. Während der 40 Jahre seiner Amtsausübung vollzog er 422 Taufen, deren letzte am 25. Mai 1727 stattfand. Das erste Kirchenbuch von seiner Hand zeichnete er als „Canonicus Wadgassensis Fredericus Stortz, Pastor in Ommersheim.“

Auch Pfarrer Georg Friedrich Eberlein geht in der Festschrift „1000 Jahre Ommersheim“ aus dem Jahr 1959 auf Pater Friedrich Stortz ein und erklärt uns in seinem Beitrag die Verbindung Ommersheims zum Kloster Wadgassen. Er schreibt:

„1220 geht die Kirche in den Besitz des Prämonstratenserklosters von Wadgassen über. Sie wurde dem Wadgasser Kloster inkorporiert. Von 1220 bis 1803 waren die Pfarrer von Ommersheim von dem Abt von Wadgassen präsentiert worden. Meistens waren die Pfarrer Mönche aus Wadgassen. Der letzte Prämonstratenserpfarrer in Ommersheim Jakob Helbron starb 1809.“ (Anmerkung: „inkorporiert“ bedeutet hier die Eingliederung einer Pfarrei in ein Kloster)

Quellen: Beitrag von Oberregierungs- und Schulrat Otto Hofmann in der Festschrift „50-jähriges Sängerjubiläum des Männergesangvereins Ommersheim“ aus dem Jahr 1955, „Genealogie der saarländischen Sippe Hartz“ von Professor Robert Hartz aus dem Jahr 1980 sowie ein Beitrag von Pfarrer Georg Friedrich Eberlein in der anlässlich des Heimatfestes 1959 erschienenen Festschrift „1000 Jahre Ommersheim“.

Danke an den Arbeitskreis Dorfgeschichte für diese Information!

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